Céline Cousteau
Miss Blue
Zugegeben, etwas komisch sieht es schon aus, wenn sie mit ihren überdimensionierten Plastikschuhen zum Wasser watschelt. Dann macht es platsch und sie mutiert vom Tolpatsch zum bezaubernden Unterwasserwesen, das es in Sachen Eleganz mit einer ganzen Delfinfamilie aufnehmen kann.
Dass sie heute als Retterin der Ozeane unterwegs ist, hat sie mit Sicherheit der grossväterlichen DNA zu verdanken. Wobei ihre Karriere alles andere als linear verläuft, lange Jahre denkt Céline nicht im Traum daran, in Opas Fussstapfen, pardon, Schwimmflossen zu treten. Beruflich sucht sie ihre Bestimmung vorerst im Juwelierhandwerk, später studiert sie Psychologie, Kunst und internationale Beziehungen. Kurz: Sie will sich vom maritimen Familiennamen emanzipieren.
Das gelingt natürlich nicht wirklich, denn schon als Zweijährige entdeckt Klein-Céline die Leidenschaft für das feuchte Element. Nach einem brüderlichen Schubs landet sie im heimischen Pool, wo sie sich so wohl fühlt wie ein Fisch im Wasser, um hier mal ein kleines Wortspiel zu bemühen. Sieben Jahre später nimmt ihr Opa sie erstmals mit auf einen Tauchgang und spätestens jetzt ist sie endgültig angefixt von der Schönheit der Meere.
Am liebsten aber watschelt sie in Schwimmflossen und Neoprenanzug zum Meer, wo sie als Öko-Nixe Filme dreht, Kinder zu Umweltbotschaftern ausbildet und das Leben der Meeresbewohner erforscht, ganz nach dem Motto von Opa Jacques: „Die beste Weise, Fische zu beobachten, ist, selbst zum Fisch zu werden.“
www.celinecousteau.com
von Katrin Roth



