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Der Barbie-Realfilm: Ein neuer Blick auf Schönheit?

Wann beginnt endlich die Ära des Body-Lovings? Comedy-Star Amy Schumer soll die Hauptrolle im neuen Barbie-Realfilm bekommen und löst eine Debatte aus.

Photo via @marieclairemag, photographed by Mark Seliger

Schönheit kennt keine Größe? Das steht gerade zur Diskussion. Viele Jahre lang war die Spielzeug-Puppe Barbie das Ebenbild von Perfektion: Blond, schlank, süß. Doch es hat sich viel geändert. Mittlerweile haben sich auch die Köpfe hinter der berühmten Puppe dazu entschlossen Vielfalt zu zeigen – wie im echten Leben. Deshalb zogen immer neue Formen ein, die Frauen auf der ganzen Welt widerspiegeln: Mit verschiedenen Hautfarben, Körpergrößen, Gewichtsklassen oder Haaren. Für den geplanten Sony Pictures Barbie-Realfilm soll diese neue Philosophie ebenfalls aufgegriffen werden. Und wer spielt die Puppe? Die amerikanische Komikerin und Schauspielerin Amy Schumer ist im Gespräch, die wir aus Dating Queen und ihrer Sketch Show „Inside Amy Schumer“ kennen und lieben. Eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und weiß, was sie will und wer sie ist. Doch offensichtlich sehen viele Leute gerade nur, dass in ihrem Kleidungsetikett nicht Größe 32 steht.

Amy Schumer, die letztes Jahr im Girlpower Pirelli Kalender, fotografiert von Annie Leibovitz, das Sinnbild für eine neue Ära des Body-Lovings war, wird nun im Internet für ihren Körper angefeindet. Kommentare wie „Wenn Barbie fettleibig und abscheulich für Männer werden würde, ist Amy Schumer perfekt“ (@Anglo1066)  kursieren bei Twitter. Und diese Reaktion ist nicht die Einzige. Dabei zielt das Drehbuch des neuen Films genau darauf ab, mit dem Bild der Perfektion zu brechen. Auf der großen Leinwand soll ein zeitgenössischer Blick auf Schönheit, Identität und Feminismus geworfen werden. Der Film soll in einer Welt beginnen, in der es nur makellose Barbies gibt. Bis eine von ihnen realisiert, dass sie einfach nicht in diese Gesellschaft passt. Daraufhin soll sie aus diesem Land verbannt werden und kommt in die reale Welt, in der sie lernt, dass sie einzigartig ist und das ein Vorzug ist. Doch gerade in dieser (unserer) Welt scheint diese Theorie gerade nicht in der Praxis aufzugehen:

Nach all diesen Body-Shaming Trolls, haben wir nur noch eins übrig: Fremdscham. Liebe Amy, du würdest eine wunderbare Barbie abgeben. Wir sind gespannt, ob wir dich auf der Kinoleinwand im Sommer 2018 sehen dürfen.

Laura Binder
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