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GET OUT – die Horrorkomödie

Eine außergewöhnliche Mischung aus Horror und Gesellschaftskritik über Rassismus in der gebildeten, weißen Oberschicht kommt mit GET OUT in die deutschen Kinos.

Eine Mischung aus Mystery, Thriller, Horror, ein großer Spritzer Sarkasmus und bissige Gesellschaftskritik – das verspricht der Film GET OUT, der in den USA bereits die Kinocharts erobert hat. Jordan Peele krempelt das Horror-Genre gehörig um. Er selbst ist ebenfalls für das Drehbuch verantwortlich und gibt mit diesem Film sein Regiedebüt. Die Besetzung der beiden Hauptfiguren Chris (Daniel Kaluuya, u.a. Skins – Hautnah) und Rose (Allison Williams, u.a. GIRLS) verspricht nicht nur optisch Großes.

GET OUT: Chris (l.) und Rose (r.) © Universal Pictures

Wir durften den Film vorab sehen und erzählen (ohne Spoiler-Alarm), warum es sich auch für die Schreckhaften unter euch lohnt, den Film anzusehen.

Zugegeben, Horror-Filme tragen ihren Namen nicht umsonst, aber entgegen aller Erwartungen kommt GET OUT überwiegend ohne viel Blut und Gewalt aus. Tatsächlich lässt sich dieser Film nicht klar einordnen – denn wir sprechen weder über einen Splatter- oder Exploitationfilm, noch über Monster, Dämonen, Serienkiller oder Stalker. Die Handlung dreht sich um ein frisch verliebtes Paar, Chris und Rose, die für eine Familienfeier zum abgelegenen Haus von Rose Familie fahren. Vor dem Besuch hat Chris Bedenken, dass seine potentiellen Schwiegereltern ihn aufgrund seiner Hautfarbe ablehnen könnten. Rose beschwichtigt ihn, dass ihre Eltern sehr liberal und gebildet sind. Doch schon kurz nach der Ankunft bekommt Chris ein schlechtes Gefühl, zeigt es durch seine humorvolle Art aber nicht. Alle Hausangestellten sind dunkelhäutig und verhalten sich seltsam. Dennoch ist Rose Familie auffällig höflich. Den Großteil des Films versucht man als Zuschauer die Beziehungsgeflechte zu verstehen, Dinge zu erahnen und wartet darauf, dass endlich etwas wirklich Gruseliges passiert. Erst bei der Familienfeier spitzt sich die Lage zu und gegen Ende des Films wird es richtig spannend und es spritzt tatsächlich Blut. Trotzdem sind die Dialoge, besonders zwischen Chris und seinem besten Freund (gespielt von Comedian Lil Rel Howery) ausschlaggebend dafür, dass man eher lachend, als schweißgebadet im Kinosessel sitzt.

Jordan Peele © Universal Pictures

GET OUT aus dem Hause Blumhouse Productions (u.a. Split, The Visit, die Insidious-Reihe und The Gift) ist ein besonderer Film, aus dem man herausgeht und noch lange darüber nachdenkt. Rassismus ist auch im Jahr 2017 noch ein wichtiges Thema, das Jordan Peele schafft, in einer ganz neuen Form aufzugreifen.

In Deutschland kommt GET OUT ab dem 04. Mai 2017 in die Kinos. Vorab gibt es den Trailer:

Header via © Universal Pictures

Laura Binder
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