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Elena Mottola – Paris still got it!

Die Französin Elena Mottola hat sich dank Instagram als Stylistin etabliert, leitet das Label AFTERHOMEWORK Paris zusammen mit dem 17-jährigen Boyfriend und schafft nebenbei eine Bildsprache, die Vêtements Konkurrenz bietet.

Elena Mottola ist uns auf Instagram aufgefallen. Wie wir später von ihr erfahren, hat sie fast alle ihre Jobs über diese Plattform bekommen. Es liegt vielleicht an ihrem Engelgesicht, an der tollen Bildsprache oder einfach an ihrer Styling-Arbeit, die sie immer wieder zwischen Selbstporträts zeigt. Wie gefühlt jede Französin ist Elena mit Fashion-Genen auf die Welt gekommen. Ihre Mutter hat Mode geliebt und ihr diese Liebe weitergeben. Klingt klischeehaft, ist aber so. Neben den eigenen Kreationen und Inspiration teilt Elena auf ihrem Kanal auch die Designs ihres Boyfriends. Der Designer Pierre Kaczmarek hat vor zwei Jahren das Label AFTERHOMEWORK mit ihr und Freunden gegründet. Die Clique hat sich meist nach der Schule getroffen und kreativ ausgetobt, statt sich mit Hausaufgaben zu beschäftigen. AFTERHOMEWORK ist mittlerweile mehr als ein Label. Es ist ein Kollektiv, das Genderless-Mode zur Normalität macht, Workwear in Haute Couture verwandelt und dessen Gründer zu Paris‘ neuem Influencer heranwächst.

Wir haben Elena bei der Paris Fashion Week getroffen und ihr unsere #girlsforblonde Fragen gestellt.

Was machst du?

Ich bin Stylistin. Ich mache es aus purer Leidenschaft. Ich liebe es, durch Styling Geschichten zu erzählen, eine neue Welt zu schaffen oder manchmal eben nur einen kurzen Moment ein bisschen schöner zu machen.

Hobby oder Welt erobern?

Hobby würde ich es nicht nennen. Dafür ist Styling zu aufwendig! Es ist für mich auf jeden Fall mehr als ein Hobby, auch wenn ich noch nicht weiß, wohin es mich bringen wird. Ich lasse mich völlig darauf ein und vertraue dem Prozess. Ich lerne jeden Tag dazu und das ist auch gut so. Ich will ja Fortschritte machen!

Wie würdest Du deinen Stil beschreiben?

Sehr vielseitig, ungewöhnlich und spielerisch. Ich bin für alles offen! Aber ich muss auch zugeben, dass ich eine Schwäche für japanischen Minimalismus habe. Meine Garderobe besteht aus exzentrischen Pieces von Vivienne Westwood, die ich mit basic Teilen kombiniere. Die Herausforderung beim Styling ist dabei nicht verkleidet auszusehen.

Was ist Mode für dich?

Mode ist für mich an erster Stelle Kunst. Labels wie Comme Des Garçons oder Margiela machen aus Kleidung Kunststücke. Wenn ich mir deren Designs anschaue, berühren sie mich auf gleiche Art und Weise wie eine Skulptur von Giacometti. Der Kunstaspekt ist der, der mich an Mode am meisten fasziniert. Und die visuelle Welt, die durch soziale Medien kreiert wird. Ich bin gerne Teil dieses Universums.

Definiere „Frau sein“.

Ich denke nie darüber nach, was es bedeutet, eine Frau zu sein. Für mich ist die Genderdiskussion nicht so wichtig – nicht, weil sie mir egal ist, aber ich glaube, es gibt wichtigere Issues … Alles ist relativ.

Welche sind deine persönlichen Dämonen?

Ich bin eine sehr optimistische Person und versuche immer positiv zu denken. Ich hasse es, gestresst oder ängstlich zu sein. Wenn ich aber in solche Situationen komme, versuche ich, mir das schlimmste Szenario vorzustellen. Das hilft! Oder ich schaue italienische Filme [lacht]. Das versetzt mich in eine Art Dolce-Vita-Stimmung, in der ich das Gefühl wieder bekomme, dass das Lebens schön ist!

Welche Projekte stehen für 2017 an?

Was gerade ansteht, ist die März Show von AFTERHOMEWORK. Ich möchte in Zukunft aber auch mehr reisen. Mein erstes Reiseziel wäre Japan, dort würde ich eine Strecke produzieren, aber auch in Shibuya abhängen.

Was ist deine Botschaft an die Frauen da draußen?

Lass dich nicht einkriegen! Frauen und Männer können das Gleiche machen. Wichtig ist es, dir treu zu bleiben. Glaube an dich, an das, was du fühlst, an das, was du denkst und an deine Träume.

 
 ELENA auf Instagram // Web
FOTOS: Enno Knuth 
Joanna Catherine Schröder
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