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Pride ist eine Haltung für alle

Die Fotografien einer jungen Kielerin zeigen uns, dass Vielfalt gefeiert werden sollte und nicht diskriminiert – und was wir uns von der LGBT Bewegung abgucken können.

Jugendliche sollen bekanntlich einen anderen Blick auf die Welt haben. Und genau das schafft Lenna Sandmann mit ihrer Fotografie. Die 15-jährige Kielerin geht zwar noch zur Schule aber hat trotzdem ein Auge für all die kleinen und großen Momente, die das Leben umso spannender machen. Ihr letztes Projekt fing die Pride Parade in Brighton ein. Besonders nachdem in diesem Jahr die „Ehe für alle“ in Deutschland beschlossen wurde, erregt die LGBT Community immer mehr Aufsehen und verliert den Randgruppenstatus hin zu einem ganz normalen Teil unserer Gesellschaft. Das gilt auch über unsere Landesgrenzen heraus. In Brighton, wurde auch nach der bunten Parade noch bis spät in die Nacht gefeiert – voller Stolz und ohne Vorurteile. „An diesem Tag hatte man das Gefühl, man könnte alles schaffen und alles sein“, erzählt Lenna – und genau das sollten wir uns von dieser friedlichen Gemeinschaft abgucken. Lenna hat sich zwar selbst noch nicht viel mit dieser Community auseinander gesetzt, denn die sexuelle Orientierung jedes Einzelnen ist für sie nicht ausschlaggebend um Leute sympathisch zu finden, doch das Gefühl, dass jeder Willkommen ist und akzeptiert wird, hat sie dazu bewegt diesen Tag mit ihrer Linse einzufangen. Im #girlsforblonde Interview mit uns, erzählt sie, warum Vielfalt fasziniert und man sich seine Neugier behalten sollte.

Mehr unter @lnnnsan

 

Was machst du?
Mit sechs Jahren habe ich meine erste Digital-Kamera geschenkt bekommen und habe erst angefangen Landschaften zu fotografieren. Vor zwei Jahren habe ich dann begonnen Bilder von Menschen zu machen. Ich bin fasziniert von Menschen und ihrem Verhalten. Diese Momente möchte ich gerne festhalten und versuche die Fotos sehr natürlich aussehen zu lassen. Man soll das Gefühl bekommen sich in den Moment hinein zu versetzen.

Hobby oder Welt erobern?
Momentan fotografiere ich nur als Hobby, aber ich würde mich freuen wenn ich später mit meinen Bildern den Menschen etwas Neues und Spannendes zeigen kann. Und damit deutlich zu machen, dass es so viele verschiedene wundervolle Menschen und Sachen auf dieser Welt gibt.

Wie würdest Du deinen Stil beschreiben?
Ich habe keinen bestimmten Stil, ich probiere momentan einfach viel Verschiedenes aus.

Was ist Mode für dich?
Mode macht mich stark, ich mag es mit meinem Kleidungsstil zu provozieren. Ich finde man kann sehr viel mit seinem Kleidungsstil ausdrücken, allerdings sollte man es auch nicht zu ernst nehmen. Ich beschäftige mich gerne mit verschiedenen Kleidungsstilen und probiere gerne Unterschiedliches aus. Und ich liebe es in Secondhand-Shops nach Schätzen zu suchen.

Was magst Du an dir am liebsten?
Ich bin sehr neugierig und weltoffen.

Definiere „Frau sein“.
Als Frau sollte man die Freiheit haben, über alles reden zu können ohne dafür als „unweiblich“ bezeichnet zu werden. Und man sollte tragen können, was man möchte, ohne dafür verurteilt zu werden. Und als Frau sollte man immer die Möglichkeit haben für sich selbst entscheiden zu können. Aber das gilt auch für die Männer da draußen.

Welche sind deine persönlichen Dämonen?
Ich habe Angst davor, irgendwann ein langweiliges Leben zu führen und all die kleinen Augenblicke zu verpassen. Und ich habe Angst davor meine Neugier zu verlieren, wenn ich älter werde.

Was ist deine Botschaft an die Frauen da draußen?
Lasst euch nicht unterdrücken oder einschüchtern. Lebt so, wie ihr es für richtig haltet. Lasst euch von keinem sagen, wie ihr zu leben oder zu sein habt. „My purpose in life does not include a hankering to charm society.“ – James Dean

 

(c) All photos courtesy of Lenna Sandmann

Laura Binder
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