Head Full Of Colors: Wie wir das bunte Leben mit unseren Haaren feiern können

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Leonie Young, Frank Schröder, Jack Strify (v.l.n.r.) und Marlen Stahlhuth nicht im Bild) sind Ambassadors der #showyourpride-Kampagne von Wella.
Strähnen im Regenbogen-Look oder lieber gleich ein peach-farbener Afro? Beim Thema Haare sollte – genau wie in der Liebe – alles erlaubt sein. Zeit also, gemeinsam mit Wella Professionals und Berliner Influencern auch auf dem Kopf mächtig Farbe zu bekennen.

Männer in Paillettenkleidern und Frauen im Boyish-Look? Dass Fashion keine Regeln und schon gar keine Geschlechterrollen braucht, ist für uns selbstverständlich. Soll doch jeder tragen, was er will. Dieses Credo gilt nicht nur am Körper, sondern ebenso auf dem Kopf. Denn auch eine Frisur, nach der sich jeder umschaut, kann den Wunsch nach einer offenen Gesellschaft ohne jegliche Art von Ausgrenzung äußern. Findet auch die Friseurmarke Wella Professionals und will mit der limitierten Styling-Edition „EIMI Love” ein klares Zeichen für die Akzeptanz aller Lebensformen setzen – egal ob hetero, homo, trans oder non-binary. Weil aber eine coole Frisur und Regenbogenfarben allein keine Vorurteile abbauen können, spendet Wella zehn Prozent der Einnahmen pro verkauftem Produkt an ein gemeinnützige Or­ga­nisation, die sich für LGBTQ+-Rechte starkmacht. 

Um das bunte ­Leben zu feiern, nimmt die Brand auch mit einem eigenen Paradewagen an der diesjährigen Cologne Pride teil. Promotet wird die ganze Aktion unter dem Motto #ShowYourPride von starken Persönlichkeiten wie Jack Strify, Frank Schröder, David Jacobs, Leonie Young und Marlen Stahlhuth, die wir in Berlin zum Shooting trafen. Im Interview erzählen vier von ihnen, wie sie durch Haare ihre Personality nach außen kehren.

Leonie Young, @Leonieyoung

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Leonie Young

Jeder sollte sich frei entfalten können – ob in der Liebe oder ganz banal in Sachen Haare und Make-up. Deshalb bin ich auch Fan des Mottos ‚Leben und leben lassen‘, das in der LGBTQ+-Community eine besondere Rolle spielt. Jeder kann in diesem Kreis so sein, wie er ist. Wenn ich in einen Gay-Club gehe, werde ich offen begrüßt – auch wenn ich heterosexuell bin. Das finde ich vor allem deshalb besonders, weil queere Menschen ja selbst oft mit Vorurteilen und Ausgrenzung konfrontiert werden. Wie das ist, kann ich mir vorstellen: Als hübsche Frau mit langen Haaren werde ich oft auf mein Aussehen reduziert. Gerade habe ich zum Beispiel einen Job nicht bekommen, weil mir die Leute bestimmte Dinge nicht zutrauen. Zum Glück bin ich ziemlich stark und denke mir dann: ‚Das spiegelt eigentlich nur die Unsicherheit der anderen wider.‘

 

Frank Schröder, @iheartberlin

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Frank Schröder

Haare können in visueller Form für Anderssein stehen – deswegen sind sie auch ein wich­tiges Element der Pride-­Com­munity. Ich selbst fühle mich zum Beispiel viel wohler, seit meine Haare lang sind. Obwohl ich darauf angesprochen werde und ständig Vergleiche kommen – vom Surfer-Boy bis David Guetta. Am coolsten finde ich es, wenn ich Jesus genannt werde.

Leni Stahlhuth, @lenipaperboats

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Leni Stahlhuth

Frauen mit kurzen Haaren werden oft als männlich ab­gestempelt. Klingt banal, ist aber so. Auch ich wurde wegen meiner Frisur oft gehänselt: ,Schamhaare‘, habe ich ständig zu hören bekommen. Deshalb wollte ich früher wie Uma Thurman in ,Pulp Fiction‘ aussehen, aber alle Versuche endeten kläglich. Inzwischen würde ich meine Locken um nichts in der Welt tauschen.

Jack Strify, @jackstrify

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Jack Strify

Meine Haare sind mein Lieblings-Accessoire und ich fühle mich sehr glamourös mit ihnen. Selbst wenn ich ein schwarzes T-Shirt und eine schlichte Jeans anhabe, sehe ich nicht langweilig aus. Das liegt auch daran, dass ich nie einen typischen Man Bun tragen würde, sondern mir meistens Zeit für ein richtiges Styling nehme und gerne auch mal ein Glätteisen oder einen Lockenstab benutze. Dadurch stehen meine Haare ein Stück weit auch für Rebellion gegen gesellschaftliche Normen – was natürlich automatisch bedeutet, dass man Reibung erzeugt. Deshalb werde ich auf der Straße auch öfter mal an­gefeindet und jeder Toilettengang, natürlich aufs Männerklo, wird zu einer Mutprobe. Aber es gibt auch lustige Momente, wenn die Leute mich am Pissoir erst mal nur von hinten sehen und verwirrt sind – ich kann darüber lachen.

 

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