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Girlcrush

Lady Gaga: „Being a lady today means being a fighter.“

Verletzlich, dramatisch, emotional, immer einen drüber – diese Begriffe kennen wir alle. Doch was bedeutet es im Jahr 2016 wirklich eine Frau zu sein? Lady Gaga spricht in einem Essay offen über ihre Meinung.

Foto via @ladygaga for T Magazine

Dieses Jahr ist gefüllt mit Frauen, die wir als Female Leader ansehen können. Die uns Mut machen, die uns Vorschläge machen und die Vorbilder sind. Wir erinnern uns an Michelle Obama, die ihre Stimme gegen die Sexualisierung von Frauen erhob oder Winona Ryder, die uns vorgemacht hat, dass das einzige was zählt nicht die Meinung anderer sondern der Glaube an uns selbst ist. Und jetzt meldet sich Musikerin Lady Gaga zu Wort – und veröffentlicht in der letzten Ausgabe der amerikanischen Harper’s Bazaar ein Essay über Womanhood.

Ihr letztes Album heißt „Joanne“ und auch wenn wir die neue Musik feiern, geht es doch um die Frau hinter diesem Namen. Joanne – das ist Lady Gagas Tante, die Schwester von ihrem Vater, die 1974 im Alter von 19 Jahren an der Autoimmunkrankheit Lupus gestorben ist (noch vor Gagas Geburt) und bis heute einen leeren Stuhl in in der italienischen Familie hinterlässt, die damals über Ellis Island nach Amerika kam. Ein Grund dafür, warum die Krankheit so schlimm wurde, war dass Joanne im College sexuell missbraucht wurde aber bis zum Schluss immer gekämpft hat. Gaga lernte ihre Tante nur über Fotos und Geschichten kennen und fühlt sich trotzdem stark mit ihr verbunden: „The best way to describe my relationship with her is that it’s like the relationship someone might have with an angel or a spirit guide or whatever you think of as a higher power.“ Joanne ist Lady Gagas Hoffnung und Zuflucht. Jemand der auf sie aufpasst und ihr hilft, sich selbst zu finden.

Und auch zwei weitere starke Frauen sind Vorbilder in Gagas Leben: „My mother and my grandmothers are without a doubt the most powerful female forces in my life.“ Durch sie hat sie gelernt, was Frau sein wirklich bedeutet: Eine Kämpferin zu sein, die überlebt und eine verletzliche Seite hat, mit Scham und Angst und manchmal auch Wut. Emotionen sind für Lady Gaga der Schlüssel und nicht das Problem. Für sie zählt sich als Frau nicht zu viele Gedanken zu machen, was andere über einen denken, sondern zu dem zu stehen was man tut und was man fühlt. „Fame is the best drug that’s ever existed. But once you realize who you are and what you care about, that need for more, more, more just goes away.“ Dieses Jahr wird Gaga noch 30 Jahre alt und fühlt sich als vollständige Frau, die für Wahrheiten kämpft und nicht um noch mehr Aufmerksamkeit.

Für Lady Gaga sind all diese Begriffe für Frauen wie „verletzlich, emotional, dramatisch“ etwas dass uns als negativ eingebläut wird, aber nicht stimmt. Denn genau das zeichnet uns aus. „Health, happiness, love — these are the things that are at the heart of a great lady“. Gaga ist eine Stimme für Frauen, die offen über Depressionen, Scham und Sexismus sprechen – die, wenn es sein muss, auch alleine kämpft, wie zuletzt in den frühen Morgenstunden nach der Wahl vor dem Trump Tower – und zuletzt das Bild der Frau maßgeblich ändern möchte: „You know, I never thought I’d say this, but isn’t it time to take off the corsets? As someone who loves them, I think it’s time to take them off.“ 

Laura Binder
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