Raw und unbefangen: Rosaline Shahnavaz

Die Londoner Fotografin konzentriert sich auf das, was in der Fotografie wirklich zählt: Der Augenblick.

FOTO: Adwoa Aboah für i-D // von Rosaline Shahnavaz 

Wir haben sie bei Curated by Girls entdeckt und uns direkt in ihre Arbeiten verliebt: Rosaline Shahnavaz ist halb in Großbritannien und halb im Iran verwurzelt und verbringt als Analog-Lover mehr Zeit in der Dunkelkammer, als mit aufwendiger Retusche. Ein Blick auf ihre bisherigen Arbeiten fühlt sich an, als ob man ein privates Fotoalbum aufschlägt: nackte Haut, intime Momente und spürbare Emotionen. Angefangen hat alles mit einer alten Yashica Kamera von ihrem Vater. Rosaline experimentierte herum und verstand mit der Zeit, wie ihr neues Tool wirklich funktioniert. Später studierte sie dann Fotografie am London College of Communication und arbeitet neben eigens inszenierten Projekten auch für große Labels und Magazine. Sobald sie sich einem Portrait widmet, wird die Kamera nebensächlich. Intimität bedeutet für sie, einen Moment der Nähe zu haben und diesen Moment möchte sie mit der Person ihres Motivs teilen. Als Gegenströmung zur digitalen Welt, fotografiert sie nur analog und achtet darauf jedes einzelne Bild sorgfältig zu gestalten. Ihre Linse fängt Nacktheit, Verletzbarkeit und ehrliche Augenblicke ein. Bei Freunden und Familie ist die Verbindung bereits da – mit Fremden ist es wie bei einer stürmischen Romanze, man muss sich öffnen und schnell kennenlernen. Rosaline ist ein Beispiel dafür, wie die Grenzen zwischen Fotograf und Model verschmelzen können.

Self Portrait

Ein von Rosaline Shahnavaz (@rosaline_s) gepostetes Foto am

Wir haben unser #girlsforblonde gebeten, ein paar Fragen zu beantworten. Was dabei herauskam, ist ein Weckruf an das innere Feuer und die Neugier.

Was machst du?
Ich bin Fotografin und tue genau das, was ich liebe. Ich bin ungeduldig und kann weder zeichnen noch malen. Aber ich bin von der Unmittelbarkeit fasziniert und nutze die Kamera als mein „tool of art“.

Hobby oder Welt erobern?
Weder noch. Ich erzähle einfach eine Geschichte mit meinen Fotos.

Welche Projekte stehen an?
Ihr werdet sehen…

Wie würdest Du deinen Stil beschreiben?
Mir wird oft gesagt, meine Arbeiten seien emotional und unbearbeitet. Außerdem auch intim, persönlich und sensibel.

Was ist Mode für dich?
Ich denke, Mode ist innovativ und bricht Grenzen.

Was magst Du an dir am liebsten?
Das kann ich nicht beantworten.

Definiere „Frau sein“.
Nun ja… es gibt offensichtliche Merkmale – aber ich denke, es hat etwas damit zu tun stark, sexy, unabhängig und selbstbewusst zu sein. Alle Frauen haben diese Eigenschaften, sie zeigen sie nur auf unterschiedliche Weisen.

Welche sind deine persönlichen Dämonen?
Vermutlich Erschöpfung. Aber ich denke mein Freund Ben ist derjenige, der damit umgehen muss.

Was ist deine Botschaft an die Frauen da draußen?
Glaub an dich selbst und an das, was du liebst.

 

Hier bekommt ihr einen Einblick in ihre unbefangenen Fotografien:

Mehr unter: rosalineshahnavaz.com // @rosaline_s

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