15 Filme zum Muttertag, die ihr mit eurer Mum schauen könnt

filme zum Muttertag
Dieselben Filme wie die Mum schauen die wenigsten – oder? Warum es sich trotzdem lohnt, diesen Sonntag zusammen vorm Bildschirm zu verbringen, beweisen diese Filme zum Muttertag von cheesy RomComs bis Vintage-Meisterwerke.

Titelbild: Netflix

Die Rebellinnen: 

„Dumplin“ mit Danielle Macdonald, Odeya Rush und Jennifer Aniston, 2018

Die Story, in der eine Mutter aus ihrer Tochter eine Schönheitskönigin machen will, kennen wir. Der auf dem Roman von Julie Murphy basierende Netflix-Film „Dumplin” dreht den Spieß aber quasi um. Willowdean „Will” Dickson wird von ihrer Mutter Rosie nur „Dumplin” („Klöpschen”) genannt und wächst hauptsächlich unter der Erziehung ihrer Tante Lucy auf. Wills Mutter (Jennifer Aniston) hat keine Zeit. Sie ist ehemalige Schönheitskönigin und tief in den altmodischen Wettbewerbswelten ihrer Südstaaten-Kleinstadt verwurzelt. Dementsprechend haben Mutter und Tochter wenig gemeinsam. Will hält die Wettbewerbe für Bullshit – bis sie beschließt, aus „Protest in Heels” am Wettkampf ihrer Mutter teilzunehmen. Dadurch entwickelt sich nicht nur eine neue Schicht in der Beziehung der beiden, sondern auch eine Debatte über den Kampf um Schönheit. Bonus Point: Dolly Parton Fandom und Drag Queens galore gibt’s auch. Es ist, als wäre „Dumplin” eigens für die Liste der Filme zum Muttertag gedreht worden.

„Roxanne Roxanne” über Rapperin Roxanne Shanté, 2017 

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie die Beziehung berühmter Künstlerinnen zu ihren Müttern ist? Falls ja, dürfte dieser von Pharrell produzierte Film eure Neugier befriedigen. Vielleicht ist „befriedigen“ aber auch das falsche Wort, denn die Beziehung der heutigen Rap-Ikone Roxanne Shanté und ihrer Mutter ist vor allem eins: kompliziert. Roxanne wächst in den frühen 1980er-Jahren in einer Sozialwohnungssiedlung in Queensbridge auf. Als sie im Teenager-Alter bei Musik-Events ihr Talent entdeckt und zur Battle-Queen avanciert, wird die Beziehung auf einer besonders harte Probe gestellt. Das verrät schon der Trailer des Films. Wie Shantés Rhymes springen auch die mütterlichen Gefühle von Sorge und Gefahr hin und her – und machen den Film damit zu einem spannenden Biopic.

Die cheesy RomComs: 

„Von Frau zu Frau“ mit Diane Keaton und Mandy Moore, 2008

Wer „Von Frau zu Frau” im Release-Jahr 2008 gesehen hat, fand ihn vielleicht gar nicht mal so schlecht. Und zugegeben, auch 11 Jahre später liegt die Helikopter-Mum-Story unter den klassischen Rom Coms noch immer weit vorn. Und trotzdem lässt uns beim erneuten Trailer-Schauen das Gefühl nicht los, dass die Storyline doch etwas messy ist. Kontrollfreak-Mutter (Diane Keaton) will ihre jüngste Tochter (Mandy Moore) im wahrsten Sinne des Wortes an den Mann bringen (problematic in itself). Dass die in einem getrennt lebenden Vater dann tatsächlich einen Partner findet, ist Mum dann wiederum gar nicht recht. Plot Twist: Die Mutter selbst verliebt sich in den Vater ihres zukünftigen Schwiegersohns. Ja, chaotic AF. Um über die eigenen Kontrollzwänge von Mama zu lachen, taugt „Von Frau zu Frau” für im Bereich der Filme zum Muttertag aber allemal.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht“ mit Ryan Reynolds und Abigail Breslin, 2008

Bevor die Veto-Flaggen gehisst werden: Ja, uns ist klar, dass es in diesem Film nicht um die klassische Mutter-Tochter-Beziehung geht. Im Gegenteil. Im Fokus stehen vielmehr die kleine Maya und ihr Vater Will, gespielt von Kinderstar Abigail Breslin und Ryan Reynolds. Und trotzdem zählt wie „Vielleicht, vielleicht auch nicht“ als gute Wahl für einen cheesy Muttertags-Nachmittag. Um Mayas Mutter geht es nämlich indirekt doch: Aus Gute-Nacht-Geschichten ihres Vaters soll die Kleine erraten, welche der Ex-Freundinnen ihres Vaters die eigene Mutter ist. Namen und Orte werden vertauscht. Und während man als ZuschauerIn selbst versucht, die Story-Teile zusammenzufügen, entwickelt sich für Vater Will natürlich auch noch eine kleine Love-Story. Spoiler: Happy End.

Die Vintage Ones:

„Meerjungfrauen küssen besser” mit Cher und Winona Ryder, 1990

Cher. Winona Ryder. Ein Film. Anfang der 90er. Reichen diese Schlagworte vielleicht schon als Pro-Argument? Falls nicht, schaut euch den Trailer an. Cher, wie sie am XXL-Steuer als alleinerziehende Mutter Rachel Flax ihre Töchter Charlotte (15, gespielt von Winona Ryder) und Kate herumkutschiert. Winona, wie sie als Teenager ständig den Liebschaften ihrer Mutter hinterherziehen muss, und daher trotz ihres jüdischen Glaubens Halt in der katholischen Kirche findet. Im neuen Wohnort angekommen, stoßen die drei Flax-Frauen auf viel Neues. Während Mutter Rachel zum ersten Mal vor einer längeren Beziehung steht, verliebt sich auch Charlotte – und gerät dadurch in ihrem religiösen Weltbild durcheinander. Warum alle am Ende doch vereint in der Küche tanzen? You better watch.

„Töchter des Himmels” mit Ming-Na, Rosalind Chao und Tsai Chin, 1993

Sie sitzen seit 30 Jahren an einem Tisch und spielen, gewinnen, verlieren, lachen miteinander. So beschreibt es der Trailer zum 90er-Movie „The Joy Luck Club” bzw. „Töchter des Himmels“. Der Film erzählt die Geschichte von vier chinesischen Emigrantinnen, die ihren Töchtern in den USA eine bessere Zukunft ermöglichen wollen. Das sich dabei eine komplexe Verbindung zwischen Generationen bildet, ist klar. Während für die eine Tochter die Mutter jedoch „fast eine Fremde” ist, fühlen sich andere unter dem Blick der Mutter noch immer wie ihr vierjähriges Ich. In typischem 90er-Style greift „The Joy Luck Club” vermutlich auf viele chinesisch-amerikanische Klischees zurück. Dennoch verspricht der Trailer einen emotionalen Mix aus Leidenschaft, Kampf um Identität und Tränen-Momenten. Wenn ihr euch am Ende auch mit Mama in den Armen liegt, wissen wir: Hat funktioniert.

Die Oscar-Nominierten: 

„Lady Bird” mit Saoirse Ronan, Timothée Chalamet und Lucas Hedges, 2018

Von allen Filmen dieser Liste zeigt Greta Gerwigs Regie-Debüt vermutlich die dem realen Leben ähnlichste Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Und Saoirse Ronan spielt die eigensinnige Christine aka „Lady Bird” mit solchem Starrsinn, dass sich ein jeder Teenager für einen kurzen Moment selbst wiederfindet. In wahrer Coming-Of-Age-Manier erzählt Gerweig die Geschichte von Zukunftsträumen auf Seiten der Tochter und Überfürsorge der Mutter. Inszeniert in absoluten 2000er-Aesthetics spiegeln sich hier einige kleine Storylines und damit auch die vielen Schichten einer Familienbeziehung. Als Plus gibt’s Nebenrollen von Hype-Schauspielern wie Timothée Chalamet und Lucas Hedges. Ihr wollt ein bisschen über die Kämpfe der Zukunftsplanung reflektieren? Dann ist „Lady Bird” euer Lieferant für Argumente beider Seiten. Gerwig geht in Sachen Filme zum Muttertag außerdem immer.

„Magnolien aus Stahl”, 1989/2012

Fun Facts: In der heutigen Eltern-Generation ein Klassiker, ist „Magnolien aus Stahl” aber gleichzeitig ein Wegbereiter für große Karrieren. Zuerst einmal lehnte Meg Ryan eine Rolle im Film ab, um sich in „Harry & Sally“ casten zu lassen – das Ende dieser Geschichte kennen wir. Außerdem verhilft der Film Julia Roberts mit einer Oscar-Nominierung zum Casting für „Pretty Woman”. Auch die Story müssen wir euch nicht erzählen. Was sonst noch zum Film gehört? Sally Field in ihrer Rolle als (erneut) sorgenvolle Mutter. Außerdem dabei: Country-Legende Dolly Parton sowie Film-Star Shirley Maclaine und 80er-Ikone Daryl Hannah. Sie alle finden sich in einer Tragikkomödie um mütterliche Sorgen und female Bonding wieder, die lose an die Familiengeschichte des Drehbuchautors Robert Harding angelehnt ist. Das Ergebnis war so erfolgreich, dass im Jahr 2012 ein Remake mit einem All-Black-Cast veröffentlicht wurde. Hier spielen Queen Latifah, Alfree Woodward und Jill Scott die Hauptrollen. Wie wär’s, wenn ihr beide nacheinander schaut? Action wird am Muttertag doch ohnehin überbewertet.

Honourable Mentions:

Und für den Fall, dass ihr und eure Mum in Binging-Stimmung seid und noch mehr Filme zum Muttertag braucht: Sunday’s Illness, Freaky Friday, Dukhtar, Queen of Katwe, Double Platinum, Im August in Osage County, The Family That Preys…oder jede Folge „Gilmore Girls“.

 

 

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