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Serena Williams: „Ungerechtigkeit für einen, ist Ungerechtigkeit für alle.“

Die ‚Pay Gap‘ zwischen Männern und Frauen ist noch zu groß. Doch auch zwischen Frauen wird unterschieden – so verdienen schwarze Frauen 17% weniger als Weiße. Tennisstar Serena Williams fordert in einem Essay genau das endlich zu ändern.

Die amerikanische Tennisspielerin und Unternehmerin Serena Williams hat zum Black Women’s Equal Pay Day, am 31. Juli 2017, ein Essay veröffentlicht, in dem sie gleiche Löhne für jeden fordert, egal welches Geschlecht oder welche Hautfarbe derjenige hat. Das Datum dieses Tages ist kein Zufall, denn schwarze Frauen müssen im Durchschnitt acht Monate länger arbeiten als Männer, um das gleiche Gehalt zu bekommen. Williams, die selbst mit beiden Beinen erfolgreich im Leben steht und Millionen mit Preisgeldern gewonnen hat, nutzt ihre Bekanntheit, um sich nun für diejenigen stark zu machen, die im Schatten des Randgruppenstatus‘ außer Acht gelassen werden. Denn ungleiche Löhne bestehen auch zwischen schwarzen und weißen Frauen, selbst wenn sie gleich vollwertige Abschlüsse und Qualifikationen haben. Anhand ihrer Zusammenarbeit mit dem Online Umfrage-Tool Survey Monkey gibt Williams Fakten, die uns vor Augen führen sollen, wie ungerecht es auch auf dem Arbeitsmarkt zugeht. Getreu ihrem Motto „Daten lügen nicht“ führt sie an, dass für jeden Dollar, den ein Mann verdient, schwarze Frauen gerade mal 63 Cent bekommen. Weiße Frauen würden circa 80 Cent bekommen.

Du musst an dich glauben, auch wenn kein anderer das tut.“

Nicht jeder hat das Glück, wie Serena Williams, sich hocharbeiten zu können, um seine Träume zu erreichen, obwohl Williams sich sehr oft Rassismus und Sexismus stellen musste – das dürfte vielen der 24 Millionen schwarzen amerikanischen Frauen genauso gehen. In Deutschland lässt sich die Gender Pay Gap laut dem statistischen Bundesamt durch Strukturunterschiede erklären, d.h. Unterschiede in den Branchen, ungleich verteile Arbeitsplatzanforderungen und Frauen sind deutlich häufiger teilzeit- oder nur geringfügig beschäftigt. Die Lücke betrug im letzten Jahr 21% – was innerhalb der letzten zehn Jahre nur ein Unterschied von 2% ist. Frauen holen sehr langsam auf – zu langsam wie auch Williams in den USA findet. In ihren Augen verbaut die „weiße männlich-dominierte Industrie“ Frauen ihre Chancen auf Gleichberechtigung. Deshalb ermutigt Williams alle Frauen, aber vor allem Schwarze, ihre Stimme immer wieder zu erheben und sich dieses Recht einzufordern. „Wir sind es alle wert – holen wir uns diese 37 Cent (Unterschied) zurück.“ Es ist auch nicht das erste Mal, dass sie für Gleichberechtigung außerhalb des Spielfelds kämpft – zuletzt sahen wir Serena Williams im Nike Equality Spot mit einer klaren Botschaft gegen Trump. Weiter so! 💪🏼

Header via @SerenaWilliams

 

Laura Binder
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