Das Label TomboyX macht Shorts, Tops und Boxers für jedes Geschlecht und jede Größe. Finden wir gut! Und haben uns deshalb mit Gründerin Fran zum Interview getroffen.
Jeder Körper hat das Recht, gesehen und gehört zu werden.
Wie seid ihr auf die Idee zu TomboyX gekommen?
Fran: Meine Frau hatte es satt, dass ich mich über die minderwertige Qualität von Frauenhemden beschwerte. Also sagte sie: „Wie schwer kann es sein, ein eigenes Klamottenlabel zu gründen?“ Und taten wir es. Wir starteten eine Kickstarter-Kampagne, um unser Label zu finanzieren – und etwa eine Woche später hatten wir unser Ziel schon erreicht. Überall auf der Welt gab es Menschen, die begeistert waren, dass es endlich eine Marke für sie gibt. Einige von ihnen schlugen uns vor, den ersten Boxer-Slip für Frauen zu machen. Und weil wir ohnehin in den ersten zwei Wochen ausverkauft waren und es gut lief, beschlossen wir, in den Unterwäsche-Bereich zu wechseln. Es ist toll, wenn man als Marke die erste Schicht ist, die ein Mensch an seinem Körper trägt.
Was wollt ihr den Menschen mit TomboyX vermitteln?
Was bedeutet das Wort Bodypositivity für dich?
Wer sind eure Kunden?
Unsere Kunden sind knallharte Menschen, die sich sich mit voller Power ins Leben werfen. Das können Leute der jüngeren Generation sein, die unsere Marke wegen ihrer Authentizität lieben, Menschen, die schlicht nach funktioneller Kleidung suchen oder auch Anhänger der Plus Size Community, die begeistert davon sind, endlich mehr Optionen in ihrer Größe zu haben. Außerdem haben wir uns auch einen Kundenstamm innerhalb der LGBTQ-Community aufgebaut. Und das tolle daran ist: mittlerweile hören wir täglich von Kunden, die uns erzählen, wie wir ihr Leben verändert haben. Es ist fantastisch!
Frauen auf der ganzen Welt haben es satt, wie Objekte behandelt zu werden.

Wo stellt ihr eure Unterwäsche her?
Es geht in Vancouver los, fertig gestellt werden die Produkte dann aber in Fabriken in Südchina. Doch egal wo unsere Teile entstehen: Wir achten in jeder Phase der Entwicklung auf Nachhaltigkeit. Das beutetet zum Beispiel, dass wir eco-tek-zertifizierte Stoffe verwenden. Übrigens sind alle unsere Fabriken im Besitz von Frauen.
In einer idealen Welt: Wie sollte sich die Fashion Industrie deiner Meinung nach in den nächsten Jahren verändern?
Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Was hältst du von klassischen Dessous-Marken wie Victoria’s Secret?
Lässt passé. Frauen auf der ganzen Welt haben es satt, wie Objekte und Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden.

