Generation Equality: UN Women und diese Talents erklären, warum Gleichberechtigung keinen Tag warten kann

Foto: Anna Daki
Von wegen „nur Geduld”: Die neue Kampagne „Generation Equality“ stellt mithilfe von prominenten Supporter*innen klare Forderungen für mehr Gleichberechtigung. Warum Wandel keine Zeit mehr hat und welche Forderungen auch das letzte Ohr erreichen müssen.

Wenn wir von Veränderung und Wandel sprechen, sprechen wir auch immer vom berühmten Geduldsfaden. Dann, wenn wir uns fragen, ob er bald reißt, und wenn nicht, wie lange er überhaupt noch halten kann. Dabei geht es in jenen Diskussionen doch überhaupt nicht mehr darum, über die Strapazierfähigkeit eines Geduldsfadens zu lamentieren. Wir spannen ihn erst gar nicht mehr. Denn wenn besonders das letzte Jahr eines gezeigt hervorgehoben hat, dann die Erkenntnis, dass es nicht reicht, bekannte Systeme zu verändern. Wir müssen sie konsequent neu denken. Eine neue Basis schaffen. Weil das die Grundlage für echte Gleichberechtigung ist. Damit ein solches Verständnis in allen Köpfen Einzug hält, braucht es trotzdem mehr Aktion und Reaktion. Und die schaffen Kampagnen wie „Generation Equality” von UN Women Deutschland. Sie illustrieren eine klare Zukunft und eine neue Generation von Gleichberechtigung.

Prominente Supporter*innen über Fakten, Forderungen und Vergangenheit

Dabei unterstützen prominente Supporter*innen, die den berühmten Geduldsfaden in ihrer Arbeit schon längst ausradiert haben. Dunja Hayali, Tupoka Ogette, Sara Nuru, Wana Limar, Zeina Nassar, Joy Denalane, Laura Gehlhaar, Tarik Tesfu, Hadnet Tesfai, Alina, Mogli, Lisa Banholzer und Issa Mae, Volker Bruch und Iris Berben nutzen ihre Reichweite nicht nur für Einfluss und Aufmerksamkeit, sondern fordern umgehend Handlung. Es geht um die Etablierung von neuen Strukturen, die Frauen schützen und Anti-Sexismus in die Praxis umsetzen. Dafür liefern die prominenten Supporter*innen Fakten, wie zum Beispiel, dass noch in über 150 Ländern Gesetze existieren, die Frauen diskriminieren. Es geht außerdem um die Inklusion von allen Womxn und Menschen, die sich als weiblich identifizieren oder gelesen werden. Es geht um nicht-able-bodied Frauen, kurz: Es geht um ernst gemeinte Diversität. Die Protagonist*innen berichten dafür auch von ihren eigenen Geschichten, die sexistische Realitäten veranschaulichen – für alle, die es noch immer nicht verstanden haben.

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Noch nirgendwo auf der Welt herrscht echte Gleichberechtigung

Es geht kurzum also um klare Grenzen, die wir ziehen müssen. Und um ein Tempo, das wir beschleunigen. Denn, das ist noch so ein Fakt: Auf der Welt praktiziert noch keine einzige Nation Gleichberechtigung. Bis sie wirtschaftlich erreicht wäre, brauchte es bei aktuellem Tempo laut Gender Gap Report noch 257 Jahre. Jahre, die weder prominente Talents noch irgendjemand sonst hat.

Für ein wenig Eigenlob muss allerdings Zeit sein: Diese Kampagne hat UN Women zusammen mit einem Team an Kreativ-Expert*innen und ehrenamtlichen Unterstützer*innen ins Leben gerufen. Und dazu gehört auch BLONDE-Kollegin Edith Löhle. Sie sagt über #GenerationEquality: „Gewalt an Frauen, Pay Gap, gesetzlich verankerte Diskriminierung – der Blick in die Zahlen rund um das Thema Gleichberechtigung ist weltweit erschreckend. Und dennoch müssen wir genau hinschauen – und vor allem laut werden: Generation Equality adressiert die zahlreichen Missstände von Frauen und Mädchen und die strukturelle Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Ich bin stolz, dass ich gemeinsam mit Tanja Albrecht-Deckstein diese intersektional gedachte Kampagne für UN Women Deutschland ehrenamtlich verantworten durfte und bin überglücklich über den  Support von starken, mutigen und emphatischen Menschen vor und hinter der Kamera.“ Wir ihr selbst Teil von Generation Equality werden könnt, erfahrt ihr hier.

Auch diese Storys kämpfen für echte Gleichberechtigung:
Burton: So funktioniert Geschlechtergleichheit im Fashion Business
Queerbaiting: Ist wohldurchdachte, ernst gemeinte Repräsentation denn wirklich so schwer?
Schlag für Schlag zur Gleichberechtigung: Der Film „Sonne“ erzählt die Story von Zeina Nassar

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