Ein Hoch auf Indie-Labels: Dieser Podcast feiert unabhängige Ikonen der Musik

In „Relevant Parties”, dem neuen Podcast von Carhartt WIP feiert Musikjournalistin Chal Ravens ikonische Indie-Musiklabels, die für eine diverse Musikkultur und die Förderung von unabhängiger Musik stehen.

Im ersten Moment klingt der Titel fast elitär: „RELEVANT PARTIES”, der neue Podcast von Carhartt WIP, produziert Mit Vergnügen, sortiert nach Wortlaut zunächst mal in relevant und irrelevant, grenzt ab und hierachisiert – oder? Nein, bei diesem Projekt ist genau das Gegenteil der Fall: Als Erweiterung der monatlichen Brand-Radio-Shows vereint der Podcast nicht nur Musiknerds und -fans, sondern rückt ikonische Indie-Musiklabels in den Vordergrund. Es geht um die um die unabhängigen Facetten der Musikszene, ihre Artists und Werke, um Rückblick und Vision.

Moderiert werden die monatlich erscheinenden Folgen von UK-Musikjournalistin Chal Ravens. In den ersten sechs Folgen spricht sie mit Figuren hinter Indie-Labels über anhaltenden Idealismus, Motivation und – natürlich – die persönliche Liebe zu Sounds. Den Anfang machen die Labels Stones Throw aus L.A. (hier ist u.a. auch die Wiener Künstlerin Sofie gesigned) und Ninja Tune aus London (hat Ikonen wie Kelis im Roster). Im Laufe der ersten Staffel sind bei Chal Ravens außerdem die Köpfe hinter den Labels DAF, Ghostly International, Public Posession und Jazzy Sport zu Gast. Allein ihre Geschichten liefern vermutlich schon stundenlanges Gesprächsmaterial. „RELEVANT PARTIES” aber macht einen Cut und sinniert über Zukunftsmusik. Ravens und ihre Gesprächspartner*innen diskutieren die kuratierende Funktion von Indie-Labels im Bezug auf die Karrieren einzelner Künstler*innen – und ihre Bedeutung für einen größeren Kultur-Kontext.

„RELEVANT PARTIES” will unabhängige Musik feiern

„Es wäre ein Leichtes, auf die heutige Musikszene zu schauen und zu schlussfolgern, dass es keine Independent Musiklabels mehr bräuchte“, heißt es dazu in der offiziellen Pressemitteilung. „Ein Mix aus sofortigen viralen Sensationen, Algorithmus-gesteuertem Streaming und der Vorherrschaft von Mainstream-Labels hat alles Vorherige ersetzt”. Damit aber würde eben die oben beschriebene Bedeutung der Labels untergehen. Carhartt WIP  legt daher fest: Unabhängige Musik-Instanzen bleiben unbezahlbar und gehören gefeiert. Sechs Folgen machen dafür den Anfang.

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